Jedes Bild ein Unikat – Das Impossible Instant Lab Universal


Als Polaroid verkündete, ab 2008 die Produktion der legendären Sofortbildfilme einzustellen brach für viele Anhänger der analogen Sofortbild Fotografie eine Welt zusammen. Das Ende von Bildern, denen man beim entwickeln zusehen kann schien besiegelt. Knapp 200 Millionen verkaufte Polaroidkameras sollten von heute auf morgen unbrauchbar werden.

Kurz darauf trat ein junges Startup in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Impossible B.V. hatte den Plan, die letzte verbliebene Polaroid Filmfabrik in Enschede, den Niederlanden, zu kaufen und die Produktion fortzusetzen. Gesagt getan: Das als Impossible Project bekannte Unternehmen erwarb das Werk.

Doch so einfach wollte man es den Nachfolgern nicht machen: Die Maschinen waren demontiert und eine Formel für die chemische Zusammensetzung der Filme nicht vorhanden.

Somit musste die Instantfotografie von Grund auf neu erfunden werden, mit der Herausforderung, dass die Kompatibilität der neu entwickelten Filme mit dem konventionellen Polaroidsystem gewährleistet sein musste.

Diese Hürde meisterte das Unternehmen mit Bravour und stellt nun seit 2010 erfolgreich Softortbildfilm in seiner Fabrik in Enschede her.

Im Jahr 2013 brachte Impossible die erste selbstentwickelte Hardware auf den Markt: Das crowdfounding finanzierte Impossible Instant Lab.

Auf der Plattform „kickstarter.com“ konnten knapp 500 000 $ für die Entwicklung und Produktion des Instant Labs eingesammelt werden. Anfangs nur mit dem iPhone kompatibel brachte Impossible im Februar 2015 mit dem „Impossible Instant Lab Universal“ eine Version 2.0 des Geräts heraus, welche nun die Nutzung von sämtlichen Tablets und Smartphones, sowohl Android als auch iOS Geräte, ermöglicht.

 

Was ist das Impossible Instant Lab Universal?

Impossible Instant Lab UniversalOder eher: Was ist es nicht ? Das Impossible Instant Lab Universal ermöglicht es dem Nutzer Bilder von seinem Smartphone auf ein echtes Polaroidbild auszubelichten. Es findet somit ein Umwandlungsprozess vom digitalen in ein analoges Bild statt. Es können sowohl Handy-Schnappschüsse  als auch sorgfältig komponierte, hochauflösende Bilder aus einer professionellen Kamera auf Film gebannt werden. Auch wenn das Instant Lab Universal ein bereits digital vorhandenes Bild reproduziert ist es dennoch kein Fotodrucker,  sondern vielmehr eine Sofortbildkamera mit einer Smartphone- /Tablethalterung. Das Gerät produziert keine exakten Kopien der aufgelegten Bilder, sondern reichert diese mit dem unverwechselbaren Sofortbild-Charme an.

 

Welche Filme benötige ich für das Gerät?

Das Instant Lab Universal ist sowohl Impossible 600-type, Impossible SX-70-type, als auch den Impossible I-type Filmen kompatibel. Im gegensatz zu den Impossible 600-type und Impossible SX-70-type Filmen enthalten die Impossible I-type Filme keine Batterien. Somit sind sie umweltverträglicher als die anderen Filmtypen. Das Instant Lab benötigt keine zusätlichen Batterien in der Filmkassette, da das Gerät über einen in der Film Processing Unit (dem unteren Teil des Geräts) verbauten, wiederaufladbaren, Akku verfügt, der mit einer Akkuladung rund 150 Bilder durchhalten soll.

 

 

Was befindet sich im Lieferumfang?Impossible Instant Lab Universal

Im Lieferumfang befinden sich neben dem fertig montierten Impossible Instant Lab Universal außerdem ein Ladekabel für den integrierten Akku, ein Mikrofaserbeutel zu Aufbewahrung der Kamera und natürlich eine Schnellstartanleitung. Somit fehlt eigentlich nur noch ein passender Film und schon kann es los gehen.

 

 

 

Wie nutze ich das Instant Lab?

Zunächst muss die Impossible App auf dem Smartphone oder Tablet installiert sein. (Für Android ; Für iOS).

 

Fazit

Das Impossible Instant Lab Universal ist ein geniales Gerät, welches den Charme der Analogfotografie in unser modernes, schnelles, digitales Zeitalter holt. Das Ergebnis einer Belichtung ist jedesmal eine Überaschung. Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit, all das beeinflusst das Bild während seiner Entwicklung. Jedes Instantfoto ist ein Unikat. Anstatt, dass man seine Bilder unter Datenmassen auf seinem Smartphone oder der Festplatte  in vergessenheit geraten lässt, erhält man nach der analogen Entwicklung mit dem Instant Lab anfassbare Erinnerungen.

Bei der Nutzung Instant Labs bzw auf die erzeugten Bilder lassen sich zudem viele kreative Techniken (z.B. Doppelbelichtungen oder Emulsion Lifts) anwenden, mit denen ich mich demnächst in einer kleinen Artikelserie auseinandersetzen werde.

Ich werde das Gerät definitv weiter nutzen. Meine kleine Sofortbildsammlung könnt ihr ab jetzt hier durchstöbern: http://desertedplaces.de/polaroids/

 

Zum Abschluss kommen hier noch ein paar Beispielbilder:

Schaut doch mal bei meinem neuen Partner, dem Impossible Project vorbei: http://the-impossible-project.com/

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