Wüstung Wollseifen


Der etwa fünfhundert Meter über dem Meeresspiegel gelegene Ort Wollseifen wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.

Die Bewohner des kleinen Eifel-Dorfes lebten bis ins 19. Jahrhundert von Ackerbau, Forstwirtschaft, Holzkohleherstellung und Schafzucht.

Eine Strom- und Wasserleitung bekamen die Wollseifener während der Zeit der Weimarer Republik.

Als feststand, dass die NS-Ordensburg Vogelsang (Eine Ausbildungsstätte für den „Führernachwuchs“) wenige Kilometer entfernt gebaut werden sollte erhofften sich die Dorfbewohner zusätzliche Arbeitsplätze.


In der Spätphase des 2. Weltkriegs (ende 1944 – anfang 1945) wurde Wollseifen durch Angriffe der Alliierten stark zerstört.

Die evakuierten Dorfbewohner kehrten im Sommer 1945 zurück und bauten den Ort wieder auf.

Am 13.08.1946 forderten die britischen Besatzer die Bewohner (zu diesem Zeitpunkt ca. 120 Familien) dazu auf das Dorf innerhalb von drei Woche zu räumen, weil sie das Gelände als Truppenübungsplatz nutzen wollten.

Ab dem 01.09.1946 wurde Wollseifen zum britischen Sperrgebiet erklärt.

Durch die Schießübungen wurden die vorhandenen Gebäude bis auf wenige Ausnahmen komplett zerstört.


Später wurde der Übungsplatz von den Belgiern übernommen, die Gebäude für den Häuserkampf errichteten und das Gebiet zu Übungszwecken mit Artillerie beschossen.

Nachdem der Truppenübungsplatz 2006 aufgegeben wurde führte der Traditions- und Förderverein Wollseifen e.V. umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen durch.

An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich beim Traditions- und Förderverein Wollseifen e.V. für das Bereitstellen der historischen Aufnahmen bedanken.

Die folgenden Bilder sind vom 24.10.2014

 

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